
Die Ideengeschichte der Stadt – Leitbilder, Utopien und Wirklichkeiten ist eine Vorlesungsreihe, die Stadt nicht nur als gebaute Form, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher Vorstellungen versteht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Leitbilder des Zusammenlebens in räumlichen Ordnungen niederschlagen – von der antiken Polis und römischen Stadtidee über mittelalterliche Stadtstrukturen und Renaissance-Idealstädte bis hin zu literarischen Utopien und modernen Planungsprogrammen der Industrialisierung.
Die Vorlesung verbindet historische Beispiele, zentrale Texte und Bildanalysen mit kurzen Reflexionsimpulsen. Ziel ist es, Städte als „lesbare“ Ideenträger zu verstehen: Welche Probleme und Werte spiegeln sich in Stadtmodellen? Welche Versprechen und Nebenwirkungen stecken in Leitbildern? Und wie wirken diese Denkfiguren bis in aktuelle Debatten über Stadtentwicklung, Urbanität und Transformation hinein?